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Auf dem Kamm der Haßberge (ca. 500m Höhe), oberhalb von Eichelsdorf, liegt die sogenannte Schwedenschanze. Es handelt sich um eine Wallanlage aus der Keltenzeit, um 500 v.Chr. Die wenigen Bodenfunde lassen sogar die Vermutung zu, es könne, in noch früherer Zeit, dort eine Höhensiedlung gegeben haben. Mehrere Grabungen während des vergangenen Jahrhunderts durch Archäologen, haben Aufschluß über Alter und Technik der Anlage gebracht. Es handelt sich, um die Reste eines Steinwalles, der ein ovales Plateau von ca. 2,5 Hektar, mit ca. 230 m Länge, umschließt. Der Kern dieser “Heidenmauer” war durch Balken und Holzpfähle versteift, und mit einem Stein-Erde-Gemisch aufgefüllt. An der Außenseite war ein Graben vorgelagert, der die Gesamthöhe vergrößerte (höchste Stelle, noch immer ca. 7 m). Die Innenseite war angeböscht, so konnte die Mauerkrone im Verteidiugungsfall mühelos erreichen werden. Ein Flechtzaun obenauf diente als Sichtschutz. Die Anlage war für die Menschen ein Fluchtort bei feindlichen Einfällen. Dafür spricht auch, eine nachgewiesene Sichtverbindung zu anderen Schanzen durch Rauchzeichen, z.B. nach Süden auf dem Knetzberg oder nach Norden auf dem Gleichberg, im heute benachbarten Bundesland Thüringen. Die letzte Grabung, durch Prof. Pescheck vom Landesamt für Denkmalpflege in Würzburg ergab, daß die Schwedenschanze drei Bauperioden aufweist: Die älteste Anlage wurde im Laufe von Jahrhunderten zweimal erneuert, was eine lange Nutzungszeit beweist. Gefäßreste aus der Urnenfelder- und frühen Eisenzeit geben Anhaltspunkte für das Alter der Schanze. Man geht von einer Nutzung bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung aus. Der Bau dieser “Fliehburg” erforderte, angesichts der technischen Möglichkeiten vor 2500 bis 3000 Jahren, eine große Anzahl von Arbeitskräften. Der Haßgau muß demnach dicht besiedelt gewesen sein. Historiker gehen davon aus, dass derart umwehrte Plätze nicht nur dem Schutz der Menschen dienten, sondern einst auch für Kultfeiern, Gerichtssitzungen und ähnliche Zusammenkünfte genutzt wurden. Der 1928 errichtete Turm innerhalb der Schanze bietet eine fantasitische Aussicht auf die Schönheit und Unberührtheit des Haßgaues bis hin zum Steigerwald, zur Rhön und zu den Gleichbergen in Thüringen. Zu seinen Füssen lädt das Plateau vor der Dr.-Kramer-Hütte zum Verweilen ein. Hier, im Naturpark Haßberge, können Sie einen unvergesslichen Urlaub erleben und dabei die Romantik und Mystik unserer Gegend selbst spüren. Zahlreiche Burgen und Schlösser prägen das Landschaftsbild und versetzen den Besucher zurück in die Vergangenheit.
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